Digitaler Vortrag: Zwischen Erzteufel und sozialistischem Vorkämpfer - Thomas Müntzer und die Rezeptionsgeschichte des Bauernkrieges
Hier finden Sie das PDF zur gesamten Digitale Mitteldeutsche Vortragsreihe Bauern, Dorf und Kirche im 16. Jahrhundert
Inhalt der digitalen Vortragsreihe:
1525 Bauernkrieg – vor 500 Jahren erhob sich vor allem die ländliche Bevölkerung, um gegen die Willkür der Obrigkeit und für bessere Lebensbedingungen zu kämpfen. Neben dem süddeutschen Raum erfassten die Aufstände besonders Mitteldeutschland. Für dieses Pilotprojekt haben sich verschiedene Institutionen aus den drei mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammengeschlossen. Mit der gemeinsamen Vortragsreihe sollen verschiedene Aspekte des Bauernkrieges, der damaligen Alltags- und Lebenswelt und seine Rezeption beleuchtet werden.
Leitung:
Vortrag: Dr. Thomas T. Müller/ Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Praxisteil: Mirko Gutjahr, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Praxisteil: Mirko Gutjahr, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Der Vortrag über die Rezeptionsgeschichte des Bauernkriegs widmet sich der Frage, wie der Aufstand 1524/25 seit dem 16. Jahrhundert erinnert, gedeutet und für unterschiedliche Zwecke instrumentalisiert wurde - von reformatorischer Theologie über romantisch-nationalistische Vorstellungen bis hin zur sozialistischen Geschichtsschreibung.
Insbesondere die Figur Thomas Müntzers erfuhr über die Jahrhunderte zahlreiche ideologische Umdeutungen - vom ,, Erzteufel" der Reformation zum sozialistischen Vorkämpfer oder
Symbol moderner Protestkultur. Die Rezeptionsgeschichte des Aufstands zeigt exemplarisch, wie historische Ereignisse immer wieder neu gedeutet, mythisch überhöht und für politische oder gesellschaftliche Zwecke nutzbar gemacht wurden.
Insbesondere die Figur Thomas Müntzers erfuhr über die Jahrhunderte zahlreiche ideologische Umdeutungen - vom ,, Erzteufel" der Reformation zum sozialistischen Vorkämpfer oder
Symbol moderner Protestkultur. Die Rezeptionsgeschichte des Aufstands zeigt exemplarisch, wie historische Ereignisse immer wieder neu gedeutet, mythisch überhöht und für politische oder gesellschaftliche Zwecke nutzbar gemacht wurden.
Sie erhalten nach erfolgreicher Anmeldung eine Anmeldebestätigung und drei Tage vor der Veranstaltung den Zugangslink und eine Kurzanleitung an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse zugesandt. 30 bis 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn ist eine Probe-Einwahl und technische Unterstützung möglich.
Jede Veranstaltung besteht aus:
Jede Veranstaltung besteht aus:
- Vortragsteil (ca. 30-45 Minuten)
- 10 Minuten Pause
- Praxisteil (ca. 30-45 Minuten): Vorstellung
praktische Methoden, Arbeitsmittel und Quellen; mit interaktiven Fragemöglichkeiten
Über folgenden Link können Sie sich zu Ihrer gewünschten Veranstaltung anmelden.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Sie können gern lhre Fragen an die Referenten vorab einreichen unter:
engagement@slk-miltitz.de
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